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EUROPEAN CONSTITUTION

JA zu Europa, ABER demokratischer
Pre-campaign Period (November 15th 2004 - January 15th 2005)

Germany
Austria
Belgium
Cyprus
Czech Republic
Denmark
Spain
Estonia
Finland
France
Greece
Hungary
Ireland
Italy
Latvia
Lithuania
Luxembourg
Malta
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Portugal
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Slovakia
Slovenia
Sweden

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Offener Brief an die zivilgesellschaftlichen Akteure der Europäischen Union

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind überzeugt, wie Sie selbst wahrscheinlich auch, dass der europäische Integrationsprozess der wichtigste politische Fortschritt der vergangenen Jahrzehnte ist. Er schafft Frieden, Wohlstand und Freiheit in Europa und zeigt anderen Regionen der Welt den Weg zu einer vergleichbaren Entwicklung auf.

Artikel I-1 der europäischen Verfassung stellt die Bürgerinnen und Bürger der EU mit den Staaten gleich: „Geleitet von dem Willen der Bürgerinnen und Bürger und der Staaten Europas, ihre Zukunft gemeinsam zu gestalten, begründet diese Verfassung die Europäische Union, der die Mitgliedstaaten Zuständigkeiten zur Verwirklichung ihrer gemeinsamen Ziele übertragen.“ Doch ist die Europäische Union heute weit davon entfernt, eine echte Demokratie zu sein. Die große Mehrheit der 450 Millionen EU-Bürger hat den Eindruck, bei Aufbau Europas nicht mitreden zu können. Die Rekordzahlen der Nichtwähler bei der Wahl zum Europäischen Parlament in vergangenen Juni illustrieren diesen Umstand.

Die Tatsache, dass die EU-Verfassung in mehreren Ländern dem Volk zur direkten Zustimmung vorgelegt wird, ist eine positive Entwicklung, um die Bürgerinnen und Bürger stärker einzubeziehen. Doch läuft Europa Gefahr, dass die Verfassung in einigen Ländern wegen einer hohen Wahlenthaltung kombiniert mit einer gewissen „Europamüdigkeit“ abgelehnt wird. Eine beträchtliche Anzahl von Wählerinnen und Wählern wird die Gelegenheit nutzen, um ihrem Ärger Ausdruck zu verleihen, dass sie nie zuvor zu den wichtigen europäischen Fragen konsultiert wurden.

Eine Ablehnung der Verfassung in mehreren Mitgliedstaaten würde zu einer ernsten Krise in der EU führen – zu einem Zeitpunkt, zu dem die Europäerinnen und Europäer einem fast 60 Jahre alten Prozess dringend neuen Schwung geben müssten. Dies ist eine große Gefahr – aber kein unabwendbares Schicksal.

Angesichts dieser Dringlichkeit bitten wie Sie zu drei wichtigen Fragen um Ihre Meinung:


1. Glauben Sie, dass die Europäische Verfassung ab 2009 als „erster Schritt“ zu einer wirklichen Demokratisierung der EU dienen kann? Inwiefern?

2. Was brauchen wir, um die Demokratisierung voranzutreiben und um die Bürger davon zu überzeugen, dass die Demokratisierung die wichtigste Priorität der EU wird, wenn die Verfassung erst einmal angenommen ist?

3. Sind Sie selbst oder Ihre Organisation daran interessiert, gemeinsam mit anderen Europäerinnen und Europäern an einer Initiative mitzuwirken, die sich für die Annahme der Verfassung und die Demokratisierung der EU einsetzt?

Je nachdem, wie tausende von Entscheidungsträgern reagieren, die wie Sie selbst von uns konsultiert werden, könnte Newropeans Networks im Januar 2005 eine umfassende transeuropäische Kampagne starten. Diese könnte den Titel tragen: „Ja, aber – Ja zur Europäischen Verfassung, aber mit mehr Demokratie als oberste Priorität für die EU“. Oder einfacher gesagt: „Ja zu Europa, aber demokratischer“. Ziel der Kampagne wäre es, die Wähler von einem „Ja“ zur Verfassung zu überzeugen. Ihnen würde aufgezeigt werden, dass eine breite Mobilisierung für mehr Mitbestimmung in Europa die politischen Entscheidungsträger in der EU dazu zwingen kann, die Demokratisierung der EU ab sofort voran zu bringen.

Wir denken, dass ungefähr 20 Prozent der Wähler, insbesondere im Alter zwischen 18 und 45 Jahren, die richtige Zielgruppe für diese Kampagne wären. Damit eine derartige Aktion Erfolg hat, muss eine große Anzahl von zivilgesellschaftlichen Akteuren ihre Kraft auf europäischer Ebene und im Rahmen der nationalen Debatten zu den Referenden bündeln.

Lassen Sie uns Ihre Meinung dazu wissen. Die Zukunft der Demokratie und der Europäischen Union hängen vielleicht davon ab.

Mit freundlichen Grüßen,

Newropeans-Networks

Translated by Daniela Swarzer



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